Sichtbare Baufortschritte beim «Tägi»

Die Bauarbeiten beim «Tägi» in Wettingen schreiten voran. Die Montage der Dachkonstruktion für Tribüne und Eisfeld steht vor der Vollendung.

Die Stahlbauarbeiten für die Tribüne und eines der Eisfelder ist in vollem Gange (Bild: pg)

26. Dezember 2018
09:00

Gut neun Monate sind seit dem Spatenstich beim Sportzentrum Tägerhard vergangen, und die Rückbauarbeiten sind abgeschlossen. Gegenwärtig sind die Baumeister- und Stahlbauarbeiten in vollem Gange. Um den Einbau der Stahlkonstruktion der Tribüne und eines der beiden Eisfelder zu verfolgen, aber auch um über den Baufortschritt zu informieren, fand noch vor den Festtagen eine Baustellenbegehung statt. 

Für den Einbau der 30 Meter langen und 12 Tonnen schweren, in Emmen produzierten Tragkonstruktionen standen zwei Kranwagen im Einsatz. Die aus jeweils drei 10 Meter langen Elementen bestehenden Fachwerkkonstruktionen wurden vor Ort zusammengebaut. Der Einbau der ganzen Konstruktion, so Oberbauleiter Claudio Fratton, erfordert höchste Konzentration. Bewusst wird dabei auf den Einsatz von Funkgeräten verzichtet. Die dazu notwendigen, lautstarken Anweisungen für Kranführer und Monteure erfolgen ausschliesslich über den Montageleiter. Die Montage erfolgte in Etappen von jeweils drei Elementen. Aus Gründen der Kostenoptimierung wurde der grössere Kranwagen zwischenzeitlich jeweils abgezogen. Obwohl man gegenwärtig etwas in Verzug ist, die Witterung jedoch bis anhin gut mitgespielt hat, so Gemeindeammann Roland Kuster, hofft man, dass die Eisfelder im November 2019 in Betrieb genommen werden können.

  

Eine zeitgemässe Infrastruktur

Unter der Tribüne, auf welcher dereinst rund 300 Sitzplätze zur Verfügung stehen, sind vier, den Vorgaben entsprechende Garderoben sowie die dazugehörenden Nassräume im Entstehen begriffen. An der Aussenwand werden die Spielerbänke angebracht. In den Frühlingsmonaten März/April, so Marco Baumann, CEO der Tägi AG, wird es so weit sein. Dann wird mit dem Aufbau der Eisfelder begonnen. Auf einen tragfähigen und planierten Untergrund wird die Kältedecke aus vernetzten Rohren installiert, auf welche ein spezieller Belag eingebracht wird. Auf dem Dach des Eisfelds wird eine Photovoltaik-Anlage montiert. Der daraus gewonnene Strom dient dem Eigenverbrauch. Der Rundgang durch die Baustelle des 46,5 Millionen Franken teuren Sanierungs- und Neubauprojektes zeigt auf, wohin das Geld fliesst. Täglich stehen zwischen 60 und 80 Handwerker im Einsatz. 

 

Deutlicher Mehrwert entsteht

Als Herzstück des neuen «Tägi» darf der Eingangsbereich bezeichnet werden. Durch diesen erreichen Besucherinnen und Besucher künftig das Hallen- und Freibad, das Bistro, die Eisfelder sowie den Fitnessbereich und den Tägisaal. Im Hallenbad entsteht ein neues Kinderplanschbecken, und die Sauna wird aufgewertet. Selbstverständlich wird im Rahmen der Sanierung auch die Gebäudetechnik erneuert. Durch eine optimale räumliche Organisation soll eine klare Leitung der verschiedenen Nutzer erreicht werden. Dies, so Roland Kuster, werde auch deutlich effizientere und nutzerfreundliche Betriebsabläufe ermöglichen. Grundsätzlich soll die aus den 70er-Jahren stammende Architektur erhalten bleiben. Gleichwohl soll aber durch Isolation an verschiedenen Gebäuden sowie weiteren Einsparungen beim Energieverbrauch der Minergiestandard erreicht werden. Das Tägi soll auch in Zukunft zur Lebensqualität und Standortattraktivität von Wettingen beitragen.

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